Die sechs größten Fehler im Hiring (24.09.2018)

Fehler Nummer 1: Not-Hires.

Wenn ein personeller Engpass entsteht, bitte die Ruhe bewahren und nicht den ersten Bewerber einstellen, der kommt. Wichtig ist, sich detailliert Gedanken darüber zu machen, was für ein Mitarbeiter eigentlich gebraucht wird.  Das klingt zunächst banal. Aber viele Unternehmen wissen oft im ersten Moment nicht, wen sie eigentlich suchen bzw. brauchen.

 

Fehler Nummer 2: Wir tendieren dazu, Leute einzustellen, die uns ähnlich sind

Praktisch ist das aber nicht immer das, was ein Unternehmen tatsächlich braucht. Es ist wichtig, auch Menschen eine Chance zu geben, die im ersten Moment nicht dem Rahmen entsprechen, den wir uns wünschen oder den wir uns vorstellen. Ist Jemand nicht besonders extrovertiert, nicht besonders offen oder eher der Einzelgänger, heißt dies nicht zwingend, dass derjenige kein Gewinn für das Unternehmen darstellt. Es sind schon große Talente übersehen worden, die wohlmöglich einen zweiten und dritten Blick verdient gehabt hätten.

 

Fehler Nummer 3: Gerade Startups tendieren oft dazu, ausschließlich Juniors zu rekrutieren

Juniors sind günstig, eher bereit, lange Arbeitszeiten in Kauf zu nehmen und sind oft flexibler und agiler in ihrer Denk- und Arbeitsweise. Seniors sind aufgrund ihrer Erfahrung in gewissen Schlüsselpositionen oftmals allerdings unumgänglich. Zudem: wenn Teams ausschließlich aus Juniors bestehen, muss der Gründer oder die Führungskraft sehr viele operative Aufgaben selbst übernehmen und Zeit in die Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter stecken, was nur schlecht skalierbar ist.

 

Fehler Nummer 4: Rekrutierung als Selbstzweck

Unternehmen, die schnell skalieren, machen oft den Fehler, in kurzen Zeiträumen zu viele Mitarbeiter einzustellen. Sicherlich hat es eine gewisse positive Außenwirkung, je größer ein Unternehmen ist. Das allein ist dennoch nicht das Ziel. Hiring ist kein Selbstzweck und darf nicht für Reputationszwecke herhalten. Hiring ist dafür da, mit den richtigen Mitarbeitern ein stabiles Unternehmen aufzubauen.

Fehler Nummer 5: Peer Hires

Das Team sollte grundsätzlich zustimmen. Zumindest die Mitarbeiter, die künftig eng mit dem Bewerber zusammenarbeiten werden, denn das Kollektiv ist meistens klüger als eine Einzelperson, die im Zweifel noch nicht mal im Team mitarbeitet. Mitarbeiter blicken oftmals noch mal ganz anders auf den Kandidaten und können häufig realistischer bewerten, ob der Bewerber in das Team passt oder nicht. Stimmt der Team Fit nicht, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Kandidat nicht lang im Unternehmen bleiben wird.

 

Fehler Nummer 6: die Annahme, der Job sei nach der Einstellung erledigt.

Wenn der perfekte neue Mitarbeiter gefunden worden ist, geht die Arbeit eigentlich erst richtig los. Ist noch etwas Zeit zwischen Job-Zusage und Einstellungstermin, gilt es, mit dem neuen Mitarbeiter in Kontakt zu bleiben. Ab dem ersten Arbeitstag geht es um das Onboarding, um das Einarbeiten und später um Feinabstimmungen. Der Job der Rekrutierung ist nach dem „Match“ noch lang nicht vorbei.